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Magnetische Schlussglühung

Bis auf wenige Ausnahmen müssen metallische weichmagnetische Legierungen und insbesondere daraus gefertigte Teile zur Erzielung der gewünschten magnetischen Eigenschaften einer Wärmebehandlung unterzogen werden.

Die weichmagnetischen Eigenschaften von ferromagnetischen Metallen werden durch verschiedene Kopplungs- und Wechselwirkungserscheinungen bestimmt (Austauschwechselwirkung, Kristallanisotropie, Magnetostriktion, etc.), die durch eine Wärmebehandlung direkt oder indirekt wirkungsvoll beeinflusst werden. Umgekehrt werden die magnetischen Eigenschaftenwerden durch mechanische Spannungen und insbesondere plastische Verformungen wieder deutlich verschlechtert. Die sehr hochpermeablen Legierungen wie MUMETALL sind besonders „empfindlich“.

Empfohlen werden i. d. R. Schlusswärmebehandlungen bei legierungsspezifischen Temperaturen unter trockenem Wasserstoff. Diese Temperatur- und Zeitbänder sind ein erster Anhaltspunkt, jedoch hängt die optimale Wärmebehandlung nicht nur von der Legierung, sondern auch von der Teileform, Baugröße oder einer mechanischen Belastung in der Anwendung ab.

Die magnetische Schlussglühung sollte auf jeden Fall nach der mechanischen Bearbeitung durchgeführt werden. Jede mechanische Einwirkung nach der Glühung verschlechtert die magnetischen Parameter teils erheblich.

Wir bieten magnetische Schlußglühungen stationär oder im Durchlauf an und beraten Sie über die für Ihre Anwendung günstigste Option.

  • Glühung unter Wasserstoff bis 1150 °C
  • Stationär oder im Durchlauf
  • Optimal abgestimmt auf die jeweilige Legierung
  • Berücksichtigung von anwendungsspezifischen Anforderungen

Info-Flyer Wärmebehandlung